Am letzten Wochenende im Oktober ging es für unsere Bambini auf große Fahrt ins Selbstversorgerhaus der Heidebrinkschule nach Dinslaken. Begleitet wurden die Kinder von Trainerin Silke, Jörn, Susi und Manu.  Ab 16.00 Uhr trudelten 19 Bambini in das Haus ein und bezogen unter großen Beratungen ihre Zimmer. Während dessen schleppten Silke, Jörn, Susi und Manu jede Menge Essensvorräte und Getränke in die Küche.

Silke machte dann mit den Kids die erste Erkundungstour über das große Gelände und in den Wald, der direkt mit Flatterband abgegrenzt wurde, damit die Kids wussten, bis hier hin und nicht weiter. Es gab viel zu entdecken, Lagerfeuerstelle, Matschtümpel und einen röhrenden Elch und es roch nach Reh.

Langsam wurde es dunkel und während unsere Bambini das erste Lagerfeuer anmachten, waren Manu und Susi in der Küche und bereiteten das Abendessen vor, Currywurst von 40 Bratwürstchen, die natürlich erst mal gebraten werden mussten. So eine Großfamilie hat viel Hunger.

Den Abend haben wir dann gemütlich mich Kicker und verschiedenen Gesellschaftsspielen ausklingen lassen. Bevor dann um 22.00 Uhr alle in ihren Betten lagen und schliefen, mussten einige Kinder doch noch mal die Zimmer tauschen.

Samstagmorgen standen die Mädels vereint mit uns in der Küche und bereiteten das Frühstück vor, während die Jungs den Speisesaal eindeckten. Es gab Müsli mit frischem Obst und Joghurt, aber natürlich auch ungesundes Nutella.

Gegen halb 11 starteten wir auf große Tour zum Rothbach, die Kinder wollten Angeln gehen. Leider blieb uns dies verwehrt, weit und breit keine Fische im Bach. Zuerst mussten wir aber den Bach überqueren, also mussten wir eine Menschenkette bilden und über Steine balancieren, um der reißen Flut des Rothbachs zu entkommen, auch auf die Gefahr hin, das vielleicht nach „Ebbe und Flut“ kein Wasser mehr da war. Jason war dann der erste, der im Rothbach getauft wurde. Zum Glück war es warm, so dass es nicht weiter schlimm war. Danach ging es querfeldein, mitten durch den Wald abseits der Wege. Der gemeine Fliegenpilz kreuzte unseren Weg, woraufhin wir über den puffenden Puffpilz stolperten. Nach bunten Baumpilzen sahen wir grünen Baumteppich.

Weiter ging es hinter die nächste Biegung des Rothbachs, über der ein Baumstamm lag. Da konnte man prima drüber laufen und klatsch waren die nächsten Füße nass. Also zogen alle die Schuhe und machten als Abhärtung für die nächste Saison eine Kneippkur.

Danach ging es langsam zurück Richtung Schule, wo Jörn schon auf uns wartete, er musste leider mit Nina schon vorzeitig zurück, weil es ihr nicht gut ging. Nina wir hoffen das du dich wieder gut erholst hast.

 

Gegen 14.00 Uhr gab es dann ein riesigen Topf Nudeln mit Bolognese, danach machten die Kids den hauseigenen Wald unsicher und sammelten Holz für unser Lagerfeuer. Nach 3 Stunden, in denen die Kids den Wald leer geräumt haben, Ball gespielt haben und gefühlte 100 Mal gefragt haben, wann das Lagerfeuer angemacht wird, war es dann endlich so weit. Es war dunkel und konnte losgehen.  Das Lagerfeuer brannte und der Stockbrotteig war vorbereitet. Alle Kinder waren sich einig, dass die Zeit in Dinslaken viel zu kurz war. Die kleine Lia wollte „100 Jahre oder einen Monat“ hierbleiben und Arien gefiel es hier besser als auf seiner Klassenfahrt. Lieder singen am Lagerfeuer war auch der Hit, das Sauerlandlied konnten alle mitsingen. Um 21.30 Uhr war Zapfenstreich und alle fielen todmüde ins Bett.

Am Sonntagmorgen um kurz nach sieben ging Silke schon mit einigen Kindern joggen, während die anderen langsam wach wurden. Danach hatten die Jungs Küchendienst und mussten Obst für das Frühstück schnibbeln, während die Mädels den Speisesaal eindeckten.

Nach dem Frühstück durchforsteten die Kinder noch den Wald nach Brennholz da ja im Lagerfeuer von Samstagabend noch etwas Glut war. Da musste sich doch noch was machen lassen. Und tatsächlich schafften die Kids es, dass Lagerfeuer noch mal in Gang zu bringen. Nachdem dann auch die letzte Glut verbraucht war, hieß es langsam Koffer packen, aufräumen und saubermachen.

Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen mit Gemüsepfanne, Pellkartoffeln mit Kräuterquark und Bratwürstchen trudelten schon die ersten Eltern ein um die kleinen Entdecker wieder abzuholen.

Es war ein wunderschönes Wochenende mit jeder Menge Spaß, viel dreckiger Kleidung und nassen Schuhen.